Alexander Solschenizyn: Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch
Mit dieser Geschichte wurde Politik gemacht. Nikita Sergejewitsch Chruschtschow, der Nachfolger von Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili Stalin (dieser unter ungeklärten Umständen gestorben am 5.3.1953) sowie der Troika Malenko / Molotow / Berija (letzterer hingerichtet angeblich am 23.12.1953) als Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Union der Sozialistischen Räterepubliken (ZK der KPdSU) bzw. Staatsführer, verfügte, daß sie in der Zeitschrift Neue Welt / Neuer Friede (Nowyj mir) Nr. 11/1962 gedruckt werde. Mit dieser Schilderung des späteren Alltags im Archipel GULag vermochte Chruschtschow ein Gegengewicht zu seinen stalinistischeren Widersachern zu schaffen. Später freilich, als ihm dieses Gegengewicht nicht mehr das wichtigste war, erhielt Solschenizyn wieder Veröffentlichungsverbot; 1969 wurde er aus dem sowjetischen Schriftstellerverband ausgeschlossen; im Februar 1974 wurde er ausgewiesen, nachdem 1973 eine Abschrift von seinem dreibändigen Werk Der Archipel GULag eine wesentliche Schilderung sowjetischer Zwangsarbeit in den Westen geschmuggelt werden konnte.
Zwangsarbeit gab und gibt es in vielen Ländern. Eine Literaturliste ist in Vorbereitung. Gerne nehmen wir Ihre Bücher auf; bitte schreiben Sie an: Buecherei@Zwangsarbeit.de.
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